VORWORT

Menschen und ihre Ideen, zu jeder Jahreszeit

Ein Wandel im Erscheinungsbild
Internationale & Interkulturelle Diplomatie

Ein Tribut an
Bundeskanzler Willy Brandt
Reverend Dr. Martin Luther King Jr.
Präsident John F. Kennedy
Präsident Barack Hussein Obama

Oft, und vielleicht immer, verlangt die Welt nach den führenden Lichtern und Prinzipien, die eine Einstellung zum Leben und Regieren hervorbringen, welche einzelne Menschen und Gesellschaften befähigen und sie möglicherweise dafür adeln, ihre menschlichen und irdischen Ressourcen zu entwickeln und zu stabilisieren.
Ein integraler Teil der Philosophie von Fountainhead® Tanz Theatre, Black International Cinema Berlin, The Collegium - Forum & Television Program Berlin und Cultural Zephyr e.V. war und wird weiterhin eine Analyse der Interessen und Bedürfnisse von Einzelpersonen und Gesellschaften sein, um die Schaffung vereinender Themen anzuregen, die mit der Intention genutzt werden, eine Basis für gegenseitige Anerkennung und schließlich Kooperation zu entwickeln, basierend auf gemeinsamen Interessen. Dies geschieht durch die Nutzung von Kultur, Kunst, Publikationen, künstlerischen Präsentationen und Medien und dient als Angebot und bietet vielleicht Informationen und Inspiration für die Gesellschaft, in der wir wohnen, und anderswo.
Als Quelle der Information und Inspiration haben wir Bundeskanzler Willy Brandt, Reverend Dr. Martin Luther King Jr., Präsident John F. Kennedy und Präsident Barack Hussein Obama gewählt und die Ideen, die auf ihren Darstellungen basieren, als Leuchtfeuer für unser XXIV. Black International Cinema Berlin 2009.

Bundeskanzler Willy Brandt wurde als Friedenskanzler aufgrund seiner Beiträge an die Welt in den Nachkriegsjahren bezeichnet.
Sein Streben nach Versöhnung während des Jahres 1970 in Polen wurde durch die Unterzeichnung des Warschauer Vertrags demonstriert, der die Bundesrepublik Deutschland und Polen dazu verpfl ichtete, die existierenden Grenzen als unantastbar zu erhalten und auf den Gebrauch von Gewalt zu verzichten.
Er war ebenso maßgeblich daran beteiligt, gute Beziehungen zwischen den beiden deutschen Staaten herzustellen und den Gebrauch von Gewalt zwischen ihnen zu unterbinden.
Eine weitere Leistung Willy Brandts war die Unterzeichnung des Moskauer Vertrags im August 1970, in dem der Verzicht auf Gewalt und die Anerkennung der Nachkriegsgrenzen mit Leonid Breschnew festgelegt wurden.
Des Weiteren wurde Herrn Brandt von Robert McNamara, dem Präsidenten der Weltbank, der Vorsitz der unabhängigen Kommission für internationale Entwicklungsfragen angeboten, die als die Nord-Süd- Kommission und schließlich als der Brandt-Report bekannt wurde.
„Überleben zu sichern - das bedeutet gemeinsame Interessen der Industrie- und Entwicklungsländer.“ Dies ist ein Problem, das heute immer noch angesprochen wird: „Weltweite Entwaffnung könnte riesige Geldmengen für die Entwicklung von Dritte-Welt-Ländern verfügbar machen.“
Zusätzlich zu seinen vielen ehrenvollen Leistungen erhielt Bundeskanzler Willy Brandt im Jahr 1971 den Friedensnobelpreis.

Der 35. Präsident der USA vermittelte eine Präsenz, die mit Berlin und der Welt verbunden bleibt. Er beschrieb Willy Brandt im Jahr 1960 als „meinen Freund“.
Brandt reagierte auf diese gefühlsbetonte Äußerung, indem er ein Buch über seine Eindrücke von Amerikas jungem Präsidenten schrieb mit dem Titel „Begegnungen mit Kennedy“.
John F. Kennedy wollte das Stigma des Kalten Krieges von der Beziehung zwischen den USA und der UDSSR beseitigen und signalisierte seine Bereitschaft, eine Verständigung mit der UDSSR zu erreichen.
„Von nun an sollten wir die existierenden Grenzen und Interessensgebiete als Basis für den Status Quo respektieren. Der Fortschritt in Richtung deutsche Wiedervereinigung sollte nicht länger eine Voraussetzung für Annäherung sein.“
Willy Brandt befürwortete die Politik John F. Kennedys, vorausgesetzt, dass „die Amerikaner nicht zulassen, Schritt für Schritt aus Berlin vertrieben zu werden.“
Kennedy fasste die amerikanischen Interessen in Berlin mit drei unverhandelbaren Forderungen zusammen: Fortsetzung der amerikanischen Militärpräsenz, freier Zugang zu West-Berlin für die westlichen Alliierten und Garantie auf Selbstbestimmung für die West-Berliner Bevölkerung und fortgesetzte Funktionsfähigkeit für die Stadt.
Der Bau der Berliner Mauer begann am 13. August 1961.
Die Antwort John F. Kennedys war schließlich ein Besuch in Berlin im Juni 1963, während Willy Brandts Amtszeit als Regierender Bürgermeister, und er erklärte: „Ich bin ein Berliner.“ Dies unterstrich die Unterstützung der Vereinigten Staaten für das geteilte Berlin und die Politik Willy Brandts.
John F. Kennedy wurde ein ernsthafter Anwärter für die Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten der Demokraten im Jahr 1960; dies war das Resultat aus der erlangten Aufmerksamkeit während der Parteiversammlung der Demokraten im Jahr 1956.
Ein Ereignis, das sich mit einem anderen demokratischen Senator aus Illinois im Juli 2004 wiederholte. Beiträge von John F. Kennedy in nationalen und internationalen Angelegenheiten zeigten sich im Bereich der Menschenrechte, in dem er erkannte, dass die Urenkel der Sklaven, die Lincoln befreit hatte, „noch nicht von den Ketten der Ungerechtigkeit befreit sind.“
Zu den außenpolitischen Angelegenheiten zählen die Invasion in der Schweinebucht, Mittelstreckenraketen auf Kuba und Kubakrise, das Raumfahrtprogramm der NASA, Friedenscorps, Allianz für Fortschritt in Lateinamerika, eingeschränkte Nukleartests und die wachsende Verwicklung in Vietnam. Die Politik John F. Kennedys wurde durch das Attentat auf ihn unterbrochen und fortan kann sein Erbe als „ein unvollendetes Leben“ angesehen werden.

Während seines ersten Studienjahres am Morehouse College las Martin Luther King Henry David Thoreaus Essay über „Zivilen Ungehorsam“ und war fasziniert von dem Konzept, sich einer Kooperation mit einem üblen System zu widersetzen.
Nachdem er Bücher über das Leben und die Lehren von Mohandas (Mahatma) Gandhi gelesen hatte, überwandt Dr. King seine Skepsis gegenüber der Macht der Liebe und Gewaltlosigkeit.
Einige der Erklärungen, die Dr. King äußerte, geben einen Einblick in die Prinzipien, die er nutzte, um seine Aktionen im Namen der Bürger- und Menschenrechte zu leiten.
Er führte die Ideen Gandhis mit denen der christlichen Glaubenslehre zusammen. Christus lieferte den Geist und die Motivation, während Gandhi die Methode beitrug.
Er lehnte den Gebrauch von Gewalt als „unpraktisch und unmoralisch“ ab und unterstützte den gewaltlosen Widerstand als die einzige „moralische und praktische, solide Methode, zugänglich für unterdrückte Menschen in ihrem Kampf für die Freiheit.“
„Die gewaltlosen Widerstandskämpfer müssen oft den Protest durch Verweigerung der Kooperation oder mittels Boykott zum Ausdruck bringen, aber sie sind sich bewusst, dass Nicht-Kooperation und Boykott nicht das Ziel selbst sind; sie sind lediglich Mittel, um im Gegner einen Sinn für die moralische Schande zu wecken.
Das Ergebnis ist Ausgleich und Versöhnung. Die Nachwirkung von Gewaltlosigkeit ist Schaffung einer geliebten Gemeinschaft, während die Nachwirkung von Gewalt tragische Bitterkeit bedeutet.“
Im Sommer 1941 rief A. Philip Randolph, Gründer der Brotherhood of Sleeping Car Porters (Bruderschaft der Schlafwagengepäckträger), zum Marsch nach Washington auf, um die Aufmerksamkeit auf den Ausschluss der schwarzen Gemeinschaft aus den ökonomischen Möglichkeiten während der Kriegsjahre zu lenken. Die Drohung mit einhunderttausend Marschierenden in Washington D.C. drängte Präsident Franklin Roosevelt dazu, den Regierungsbefehl 8802 zur Aufhebung der Rassentrennung in der Verteidigungsindustrie zu erlassen, und Randolph antwortete mit der Absage seiner Pläne für den Marsch.
Am 28. August 1963 versammelten sich mehr als 200.000 Demonstranten am Lincoln Memorial, um am Marsch nach Washington für Arbeit und Freiheit teilzunehmen. Der Marsch demonstrierte der Nation die Unterschiede zwischen den Prinzipien der amerikanischen Demokratie und der täglichen Erfahrung schwarzer Amerikaner und übte erfolgreich Druck auf die Kennedy-Regierung aus, damit sie bundesweit Bürgerrechtsgesetze erließ. Es war während dieses Ereignisses, als Martin Luther King seine „I Have A Dream“-Rede hielt.
Dr. Kings Chefassistent Ralph Abernathy erklärte: „...Wir mussten keine Gewalt gebrauchen, um die Ziele zu erreichen, die wir verfolgten.“
Dr. King erhielt den Friedensnobelpreis 1964.

In einer Rede in Chicago äußerte Barack Obama: „Was unsere Truppen verdienen, ist nicht nur Rhetorik; sie verdienen einen neuen Plan.“
Wir glauben, dass unser neuer Präsident eine hoffnungsvolle und konstruktive „Work in Progress“ nicht nur für die Truppen, sondern für die USA und die internationale Gemeinschaft ist. Die Ideen der Personen, denen wir huldigen, sind Refl exionen dieses Statements. Sie boten neue Richtungen durch ihre Ideen, Entscheidungen und Taten.
In manchen Fällen waren die Aktionen der zuvor erwähnten Personen weniger wünschenswert, als man es gewollt hätte, aber es war der Impuls für konstruktive Veränderung, dem sie folgten und dem wir folgen seit der Gründung des Fountainhead® Tanz Theatre im Jahr 1980 und der Schaffung des Black International Cinema Berlin 1986.
Unsere Bemühungen, wie auch ihre, bleiben „Work in Progress“, aber hier stehen wir und bieten eine Kombination aus Worten und Taten an.

Willkommen zum
XXIV. Black International Cinema Berlin 2009.

Fountainhead® Tanz Theatre
April 2009