Grußwort
der Integrationsbeauftragten des Bezirks Tempelhof-Schönberg, Berlin

zum XXV. Black International Cinema Berlin 2010

Migration hat schon immer - heute und gestern - vielkulturelle Realität geschaffen. Diese anzuerkennen und im Zentrum der Gesellschaft zu verankern, bleibt auch in den kommenden Jahren eine wichtige Aufgabe.

Trotz aktueller Bemühungen in der integrationspolitischen Debatte, "Vielfalt" als "Bereicherung" anzuerkennen, herrschen immer noch alte Vorstellungen vor: Es gebe eine "homogene Mehrheit" im Zentrum der Gesellschaft, an die sich die "fremden Minderheiten" anzupassen haben.

Demgegenüber möchte ich betonen: Berlins Stadtgesellschaft ist heterogen, Menschen in verschiedenen Lebenslagen leben hier, miteinander in aktiven und dynamischen Beziehungen. Auf dem Weg in eine urbane Gesellschaft ist die Anerkennung des gewandelten gesellschaftlichen Erscheinungsbildes ein erster Schritt.

Diese Diversität nicht einfach nur abzubilden, sondern sie darüber hinaus aktiv umzusetzen, erfordert einen offenen Dialog auf Augenhöhe, braucht Chancengleichheit und das Recht auf Teilhabe.

Kunst und Kultur kann hier Brücken bauen, Grenzen überschreiten und sich stereotypischem Schubladendenken entziehen. Deshalb sind Initiativen wie Black International Cinema Berlin wichtig für die Hauptstadt.

Im Jahre 2010 begehen wir das 25jährige Jubiläum von Black International Cinema Berlin. Mein Dank geht an die Organisatorinnen und Organisatoren von Black International Cinema Berlin, ein kulturelles Highlight, welches deutschlandweit einmalig ist.

Ich wünsche den Veranstaltungen zahlreiche Besucher und uns allen, neue Anregungen.

Gabriele Gün Tank
Integrationsbeauftragte des Bezirks Tempelhof-Schönberg, Berlin/Germany